Ein Leadmagnet sorgt dafür, dass sich die richtigen Leute für dein Thema interessieren und sich deine E-Mail-Liste füllt. Wie wäre es, wenn du anstatt des klassischen PDFs mal ein Quiz als Leadmagnet erstellst. Du fragst dich wie das geht? Genau das erfährst du in diesem Artikel.
Der Ordner der verstaubten PDF-Dokumente
Mal ganz ehrlich. Wie viele „Freebies“ hast du dir schon heruntergeladen und dann nie mehr angeschaut? Na, sei ehrlich.
Hiermit gestehe ich, dass es auf meinem Rechner einen Ordner mit ziemlich vielen dieser Workbooks, Checklisten und Toolempfehlungen gibt, der ziemlich verstaubt ein einsames Dasein fristet.
Bevor wir jetzt schauen, wie du die Leute dazu bekommst, dass sie deinen Leadmagneten auch benutzen, beantworten wir erstmal die Frage:
Was ist ein Leadmagnet überhaupt?
Ein Leadmagnet ist ein PDF, ein Minikurs, eine Checkliste oder ähnliches, das sich Menschen für 0 Euro herunterladen können. Warum für 0 Euro und nicht kostenlos? Weil die E-Mail-Adresse auch als Bezahlung gilt.
Das heißt, im Gegenzug zu deinem kostenlosen Produkt bekommst du die E-Mail-Adresse der Person, die sich dieses heruntergeladen hat. Diese kannst du anschließend nutzen, um der Person dein Angebot oder deinen Newsletter zuzusenden.
Wir können also sagen, dass ein Leadmagnet nicht nur ein Download ist, sondern der Anfang einer wunderbaren Freundschaft.
Das erwartet dich in diesem Artikel:
- Warum ein Quiz anders funktioniert als ein PDF
- Welche Quiz-Typen für Solopreneure funktionieren
- Wie du deinen Quiz-Leadmagnet Schritt für Schritt aufbaust
- Welche Tools du dafür brauchst und welches zu dir passt
Warum überhaupt ein Quiz statt Checkliste?
Vielleicht fragst du dich, was der Vorteil eines Quiz als Leadmagnet gegenüber einer Checkliste, eines Minikurses oder eines PDFs ist?
Weiter oben habe ich es ja schon mal erwähnt. Oft ist es so, dass Menschen sich zwar dein Null-Euro-Produkt herunterladen, aber nie anschauen. Bei einem Quiz ist das anders. Hier kann die Person selber aktiv etwas tun.
Genau die Interaktivität sorgt für Aufmerksamkeit und einen hohen Unterhaltungsfaktor. Außerdem wird die Auswertung des Quiz als höherer Wert wahrgenommen. Warum? Weil sich die Auswertung individueller anfühlt. Persönlicher als ein PDF, bei dem die Person das Gefühl hat, sie ist nur eine von vielen, die es sich heruntergeladen hat.
Zusätzlich ist die Bereitschaft, seine E-Mail-Adresse für das Ergebnis zu hinterlegen, viel höher. Denn jeder möchte doch wissen, was bei seinem Test oder Quiz rausgekommen ist, oder?
Für dich bedeutet das, dass du deine Leads besser segmentieren kannst. Je nachdem, wie das Ergebnis ausfällt, kannst du unterschiedliche E-Mails verschicken, die individuell auf das Ergebnis abgestimmt sind.
Und natürlich erfährst du auch jede Menge über deine neuen Kontakte. Du weißt danach nicht nur, wer sich eingetragen hat, sondern auch, wo diese Person gerade steht.
Klingt gut, oder was meinst du?
„Bei Banana Marketing setzen wir auf ein Quiz als Leadmagnet, weil unsere Zielgruppe damit selbst sieht, was sie tun sollte, um online sichtbarer zu werden. Lass dich gerne bei unserem Quiz inspirieren.“
Welcher Quiz-Typ passt zu dir?
Nachdem wir jetzt geklärt haben, was ein Leadmagnet ist und warum Quizze sich gut als Leadmagneten eignen, schauen wir mal, welcher Quiz-Typ am besten zu dir passt.
Beim Erstellen des Quiz hast du fast unendlich viele Möglichkeiten. Damit du nicht komplett den Überblick verlierst, habe ich mal ein paar Beispiele für einen Test oder Quiz zusammengestellt.
- Der Persönlichkeitstest: Er funktioniert in fast jeder Nische, hoher Unterhaltungsfaktor, Menschen lieben Selbstentdeckung
- Selbsteinschätzung: Zum Beispiel so was wie „Wie gut bist du schon aufgestellt?“. Das ist ideal für Coaches und Berater und zeigt der Person, wo er oder sie steht
- Wissenstest: Eignet sich besonders gut für Bildungsthemen und erzeugt den ein oder anderen Aha-Moment
- Empfehlungsquiz: So was wie: „Welches Tool/Produkt passt zu dir?“ Ist perfekt, wenn du mehrere Angebote oder Produkte hast
Achte bei dem Test/Quiz darauf, dass es nicht zu viele Fragen sind. Niemand hat Lust, sich durch 30 Fragen zu klicken. Fünf bis acht Fragen reichen völlig aus. Ist dein Quiz zu lang, kann es passieren, dass die Personen mittendrin abspringen.
Schau auch, dass dein Ergebnis einen echten Mehrwert liefert. Ansonsten fühlt es sich wie ein Trick an, um an die E-Mail-Adresse der Person zu kommen.
Halte dein Quiz kurz. Niemand möchte sich durch endlose Fragen klicken. Fünf bis acht Fragen reichen völlig aus.
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So erstellst du deinen Quiz-Leadmagnet Schritt für Schritt
Bevor du loslegst, solltest du dir im ersten Schritt erstmal überlegen, was du mit deinem Quiz als Leadmagnet überhaupt erreichen möchtest. Möchtest du deine E-Mail-Liste füllen, dein Angebot vorstellen oder etwas ganz anderes?
Je klarer du dir über dein Ziel bist, desto leichter fällt es dir, das richtige Format auszuwählen und das Quiz zu erstellen.
Im zweiten Schritt solltest du schauen, was die Menschen zu deinem Thema beschäftigt. Worauf möchten sie eine Antwort? Das ist wichtig für Schritt 3.
Hier entscheidest du, welchen Quiz-Typ du einsetzen möchtest. Einen Persönlichkeitstest, eine Selbsteinschätzung, einen Wissenstest oder ein Empfehlungsquiz. Wenn du weißt, was die Menschen zu deinem Thema umtreibt, ist es einfacher, den richtigen Typ zu finden.
Als viertes entwickelst du die Fragen. Übertreibe nicht, denn wie gesagt, niemand hat Lust, sich durch endlose Fragekolonnen zu klicken. 5 bis 8 Fragen sind vollkommen ausreichend. Schau, dass sie klar und einfach formuliert sind und verzichte auf Fachbegriffe.
Im fünften Schritt definierst du die Ergebnistypen. Meine Empfehlung sind 2 bis 4 Ergebnisse, jedes mit konkretem Mehrwert und einer Handlungsempfehlung. Du kannst natürlich mehr machen, nur dann kommst du vielleicht schnell durcheinander.
Jetzt geht es an die Quizerstellung. Hierfür gibt es unzählige Anbieter. Im nächsten Abschnitt findest du einige dieser Tools inkl. Vergleich.
Zum Schluss verbindest du dein E-Mail-Opt-in mit dem Quiz. Hier solltest du die Abfrage der E-Mail-Adresse vor dem Ergebnis einbauen. Die Menschen, die das Quiz gemacht haben, möchten natürlich auch das Ergebnis wissen und sind so bereit, ihre E-Mail-Adresse zu hinterlegen.
Du kannst dann schauen, ob du das Ergebnis direkt nach dem Eintrag anzeigen lassen oder per E-Mail versenden möchtest.
Optional kannst du anschließend auch eine E-Mail-Sequenz verknüpfen und je nach Ergebnis bekommt die Person dann eine passende Folgemail zu ihrem Ergebnis.

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Welches Tool eignet sich für ein Quiz am besten?
Wenn du ein Quiz oder einen Test erstellen möchtest, hast du die Qual der Wahl. Es gibt unzählige Anbieter, die mal mehr und mal weniger gut geeignet sind.
Nachfolgend findest du eine Tabelle mit sechs Tools im Vergleich. Hier möchte ich auch ein riesiges Dankeschön an meinen Praktikanten Leon geben.
Leon hat die Recherche im Rahmen seines zweiwöchigen Praktikums bei mir erstellt. Wenn ihr Leon unterstützen möchtet, dann lasst doch gerne einen Kommentar unter diesem Beitrag da, das freut ihn ganz bestimmt.
Das hat Leon für dich recherchiert
| Tool | Kostenlose Version | DSGVO | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Jotform | Ja, 5 Projekte, 500 Antworten/Monat | Server in den USA | KI-Assistent inklusive, auch App-Erstellung möglich |
| Tally | Ja, unbegrenzte Formulare und Antworten | Server in der EU | Stärkstes Gratis-Angebot, Notion-ähnliche Bedienung |
| Google Forms | Ja, komplett kostenlos mit Google-Konto | Server weltweit, EU-Instanz möglich | Einfach und schnell, ideal für unkomplizierte Umfragen |
| Typeform | Ja, 10 Antworten/Monat | Server in der EU | Ansprechendes Design, ideal für interaktive Quiz |
| Fillout | Ja, bis 1.000 Antworten/Monat | Server in den USA | Unbegrenzte Teammitglieder, viele Integrationen |
| TigerForm | Ja, 5 Formulare, 100 Antworten/Monat | Server in den USA | Mobil optimiert, QR-Code-Erstellung inklusive |
Leons Empfehlung ist ganz klar Tally. Auch ich habe schon mit dem Tool gearbeitet und kann es empfehlen. Schau dir am besten in Ruhe alle Tools einmal an und entscheide, was am besten zu dir passt.
DSGVO und Datenschutz
Wenn du ein Quiz als Leadmagnet einsetzt und dabei E-Mail-Adressen sammelst, greift die DSGVO. Das klingt erstmal nach viel und kompliziert, ist es aber nicht.
Wichtig ist das Double-Opt-in. Das heißt, die Person bekommt nach dem Eintragen eine E-Mail und muss die Anmeldung (also ihre E-Mail-Adresse) bestätigen. Erst dann landet sie in deiner Liste. Das ist Pflicht und unbedingt notwendig.
Außerdem solltest du mit deinem Tool-Anbieter einen Auftragsverarbeitungsvertrag abschließen, kurz AVV. Keine Panik, das klingt komplizierter als es ist. Die meisten Anbieter haben das direkt in den Einstellungen oder schicken dir den Vertrag auf Anfrage.
Schau dir auch den Serverstandort deines Tools an. Tally und Typeform speichern die Daten in der EU, das ist für Selbstständige in der EU die unkompliziertere Wahl. Bei Tools mit US-Servern wie Jotform oder Fillout brauchst du zusätzliche Absicherung.
Und last but not least: Passe deine Datenschutzerklärung an. Das Tool, das du verwendest, muss dort namentlich genannt werden.
Da ich keine Rechtsanwältin bin, solltest du, wenn du dir unsicher bist, am besten einen Datenschutzexperten fragen.
Lohnt sich der Aufwand?
Zum Schluss bleibt die Frage, ob sich der ganze Aufwand, ein Quiz zu erstellen, überhaupt lohnt. Hier würde ich sagen: auf jeden Fall. Klar, es ist einiges an Arbeit, doch ist das ein Null-Euro-Produkt nicht immer?
Ein ganz klarer Vorteil ist, dass die Menschen dranbleiben und es interaktiv ist. Nicht die zehnte Checkliste oder das hundertste PDF, das irgendwo in den Weiten des Rechners verschollen ist und nie mehr gesehen wird.
Leute sind auch eher bereit, dir ihre E-Mail-Adresse zu geben, da sie unbedingt wissen möchten, was bei dem Quiz herausgekommen ist.
Deine Meinung ist gefragt
Hast du auch schon mal überlegt, ein Quiz als Null-Euro-Produkt einzusetzen? Oder hast du vielleicht schon ein Quiz im Einsatz? Schreib doch gerne deine Erfahrung in die Kommentare. Ich freue mich, von dir zu lesen.
Häufig gestellte Fragen
Funktioniert ein Quiz als Leadmagnet in jeder Nische?
Fast ja. Ob Coach, Ernährungsberaterin oder SEO-Expertin, für so gut wie jede Nische lässt sich ein passendes Quiz-Format finden. Wichtig ist, dass das Thema des Quiz ein echtes Problem deiner Zielgruppe anspricht.
Wie viele Fragen sollte ein Quiz haben?
Fünf bis acht Fragen sind ideal. Genug, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu liefern, aber nicht so viele, dass die Person mittendrin aufgibt.
Muss ich für ein Quiz-Tool bezahlen?
Nicht unbedingt. Tally bietet eine vollwertige kostenlose Version mit unbegrenzten Formularen und Antworten an. Für den Einstieg reicht das völlig aus.
Was passiert nach dem Quiz mit den gesammelten E-Mail-Adressen?
Die E-Mail-Adressen landen in deinem E-Mail-Marketing-Tool. Von dort aus kannst du je nach Ergebnis automatisch passende E-Mails verschicken und die Person Schritt für Schritt mit deinem Angebot vertraut machen.

Hi, ich bin Peggy – Online-Enthusiastin, Schreibbegeisterte und Kaffeetante. Auf meinem Blog möchte ich dich dazu ermutigen, dich hörbar zu schreiben. Denn gerade in Zeiten von KI ist deine Stimme wichtiger den je. Du möchtest mehr über mich wissen? Dann schau doch mal auf meiner Über mich Seite vorbei.

Es ist einfach eine wunderbare Form seine Zielgruppe abzuholen. Danke für den genialen Artikel🙏
Liebe Grüße Andreas🤩🍌
Ja das finde ich auch, auch wenn ich selbst noch kein Quiz im Einsatz habe. Doch es ist in Planung. 😊
OMG! 🤩 Genau das habe ich gebraucht. Eine Schritt-Für-Schritt Anleitung bzw Ablauf. Vielen lieben Dank Peggy. ❤️
Ein Quiz ist einfach das beste Freebie. Ich hab meine bisher auch alle auf Tally umgesetzt und war sehr zufrieden. Vor allem die direkte Lead Segmentierung ist bei einem Quiz einfach genial. 🚀
Da stimme ich dir zu. Die Segmentierung finde ich beim Quiz auch richtig gut. Ein Quiz steht daher auch bei mir ganz oben auf der Liste. 👍
Sehr spannend, was man alles machen kann.🤔 Vielen Dank für deinen Artikel.🤩
LG, Sibylle
Ja immer etwas Neues. 🙂 Sehr gerne. Es freut mich, dass dir der Artikel gefällt.